Schwestern, zerreißt eure Ketten! Frauen und die Revolution 1848/49
19. September 2026-7. März 2027
Die Revolution von 1848/49 war in ganz Europa auch eine Revolution der Frauen. Sie wollten die unsichtbaren Ketten zerreißen, die ihr Leben bestimmten. Sie kämpften gegen soziale Not und für politischen Wandel – und begehrten gegen eine Ordnung auf, die sie gesellschaftlich und rechtlich unterdrückte.
Diese Wanderausstellung betrachtet die Lebensrealität von Frauen zwischen Verantwortung und Entrechtung und wie sie trotz zahlreicher Einschränkungen die Gesellschaft gestalteten – in der Revolution und darüber hinaus. Für Offenburg wurde die Ausstellung ergänzt durch Frauenfiguren, die sich hier vor Ort auf die eine oder andere Weise an der Revolution beteiligten.
Die Ausstellung zeigen wir in Kooperation mit dem Forum 1848 am Friedhof der Märzgefallenen Berlin sowie mit der Erinnerungsstätte für die Freiheitsbewegungen in der deutschen Geschichte Rastatt.
Zur Ausstellungseröffnung am 18. September um 18 Uhr laden wir Sie herzlich ein!
Feierliche Eröffnung durch Carmen Lötsch, Fachbereichsleiterin Kultur
Festrede: Heike Thiele, Botschafterin des Deutschen Konsulats Straßburg und Vertreterin im Europarat
Einführung in die Ausstellung durch die Kuratorinnen der Ausstellung, Dora Busch und Dr. Susanne Kitschun
Führungen
Wir bieten zahlreiche Führungen durch die Sonderausstellung an. Wir freuen uns über Ihre Teilnahme!
Donnerstag, 8. Oktober 2026
18 Uhr
im Rahmen der Reihe „Donnerstags in der Ortenau – DORT“
Wir laden Sie anschließend zu einem herbstlichen Getränk ein!
Dauer: 60 Minuten, Kosten: 6€ / 3€ erm.
Sonntag, 6. Dezember 2026 und Sonntag, 14. Februar 2027
11:15 Uhr
Dauer: 60 Minuten, Kosten: 4€ zzgl. 5€ erm. Eintritt
Donnerstag, 25. Februar 2027
12:30 Uhr
Kulturpause: „Schwestern, zerreißt eure Ketten! Die Offenburgerinnen“
In dieser Kurzführung liegt der Schwerpunkt auf den drei Biografien, die die Sonderausstellung im Salmen ergänzen und die drei Frauen zeigen, die während der Revolution in Offenburg wirkten.
Dauer: 15 Minuten, kostenfrei
Sonntag, 7. März 2027
11:15 Uhr
Sonntagsführung: Frauen in der Revolution
mit Marion Hermann-Malecha
Politik ist Mitte des 19. Jahrhunderts Männersache. So fehlen bei den „13 Forderungen des Volkes“ die Rechte der Frauen. Trotzdem prägten mehr Frauen, als gemeinhin gedacht wird, während der Revolution die demokratische Entwicklung. Anlässlich des Weltfrauentags am 8. März und als Abschluss der Sonderausstellung zeigt diese Führung, auf welche Art und Weise sich Frauen (in Offenburg) an der Revolution beteiligten und welche Frauen das waren.
Dauer: 90 Minuten, Kosten: 4€ zzgl. 5€ erm. Eintritt
Mythen, Macht und Muttermund – Eine feministische Geschichte der Geburt
Lesung und Gespräch mit Helena Barop am 18. Februar um 19 Uhr
Geburten sind zentral für das Fortbestehen unserer Gesellschaft, und doch wissen wir erstaunlich wenig darüber, wie Menschen das Gebären tatsächlich erleben. Oft werden diese Erfahrungen als Nischenthema abgetan. Die Freiburger Historikerin Helena Barop zeigt, dass dahinter eine lange Geschichte der Bevormundung von Schwangeren steckt – und dass Gewalt unter der Geburt tief in patriarchalen Machtstrukturen wurzelt. Wir freuen uns, uns diesem überaus wichtigen Thema gemeinsam mit Ihnen zu widmen.

Die Vorkämpferinnen
Lesung mit Bianca Walther am 2. März um 19 Uhr
Im Januar 1919 durften Frauen im Deutschen Reich erstmals wählen. Dieser historische Moment war kein Geschenk, sondern das Ergebnis eines über siebzigjährigen Kampfes um politische Rechte und Freiheiten. Die Historikerin Bianca Walther lässt die Pionierinnen der ersten deutschen Frauenbewegung lebendig werden – von den Revolutionärinnen von 1848 bis zu Marie Juchacz‘ erster Rede vor der Nationalversammlung im Jahr 1919. Tauchen Sie mit uns ein in diese spannende Entwicklung!

